richard_riemerschmid__ausstellung

richard riemerschmid

richard riemerschmid, geb. am 20.06.1868, gest. am 13.04.1957, hat neben bedeutenden werken der architektur wie den gebäuden in der gartenstadt hellerau besonders in den ersten beiden jahrzehnten des 20. jahrhunderts wesentliche impulse im bereich der innenausstattung und des möbelentwurfes geschaffen.

„als entwerfer für die Dresdener und späteren Deutschen Werkstätten entwickelte riemerschmid ein komplettes ausstattungsprogramm für verschiedene einkommensschichten, das geschmacksbildend und bestimmend vor dem ersten weltkrieg war. als einer der ersten erkannte er dabei die bedeutung der maschinenarbeit und setzte sie, richtungweisend für werkbund und bauhaus, ein.“ (zitiert aus „richard riemerschmid - vom jugendstil zum werkbund“, vorwort stölzl, bott, nerdinger, münchen 1982).

er bediente sich mit vorliebe moderner fertigungstechniken und entwickelte seine möbelgestalten zum wesentlichen teil aus diesen gegebenheiten heraus. allerdings bleibt die tischlerische handarbeit bei riemerschmid mit einbezogen, so z.b. in den geschnitzten ornamenten am eckschrank, der in der ausstellung zu sehen ist.  bestimmend sind aber zwischen 1900 und 1905 die konstruktionen aus einzelnen brettern, die ornamental ausgeschnitten auf einfache weise zusammengefügt werden.